Heimat- und Verkehrsverein Asse (HVA)
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Remlingen

Das Pfarrdorf Remlingen war Sitz einer Superintendentur, unter deren Aufsicht die Pfarren von Remlingen, Semmenstedt, Hedeper, Seinstedt, Klein und Groß Winnigstedt, Achim, Kissenbrück, Neindorf, Groß Denkte und Groß Biewende standen.

Die Pfarre wurde vom Landesherrn vergeben. Mit der Kirche, der Pfarre, dem Pfarrwitwenhaus und der Opferei besaß das Dorf ein adeliges Gut, 5 Ackerhöfe, 4 Halbspännerhöfe, 16 Kothöfe und 4 Brinksitzerstellen. Vor dem Dorf stand eine nach Holländerart erbaute “steinerne Mühle”, die zum Gut gehörte.
 

    
Der Edelhof war im Besitz der von Löhneysenschen Familie und steht in der Ritter- matrikel. Zu dem Edelhof gehörten neben dem zugekauften Acker- und Halbspännerhof 392 Morgen und 75 Ruten Acker, 12 Morgen 39 Ruten Wiesen und 30 Morgen Garten. Außerdem zählte ein Krughof dazu, eine Schäferei und beträchtliche Holzungen. Der Berghauptmann und Stallmeister Georg Engelhard von Löhneysen hatte bis Ende des 16. Jahrhunderts eine bedeutende Buchdruckerei, in der er neben den Schriften des Herzogs auch eigene druckte. So entstanden in dieser Druckerei im Jahre 1622 einige Arbeiten über das Bergwesen. Das Grab dieses für seine Zeit sehr berühmten Mannes ist unauffindbar, obwohl man weiß, daß der Fürstlich-Braunschweigische Berghaupt- mann von Löhneysen in der Kirche von Remlingen beigesetzt wurde.

 

Remlingen wird urkundlich erst 1240 als Remminge erwähnt, 1378 Remmelinge. Die früheren Angaben sind wahrscheinlich alles Fälschungen.

 

Hätte es in Remlingen nicht den Pastor Conrad R. Röver gegeben, wüssten wir längst nicht so viel aus der Geschichte des Dorfes. Röver lebte hier Mitte des 18. Jahrhunderts und betätigte sich unter anderem als Heimatforscher. Er hinterließ viele interessante Aufzeichnungen. So erfahren wir, daß Conrad Domesmann im Jahre 1584 Pastor zu Remlingen und Klein Vahlberg war, und Röver schrieb weiter: “Dieser ist der erste evangelisch-lutherische Prediger des Ortes, davon man Nachricht hat”. Und noch ein Pastor sollte erwähnt werden: Conradus Stein. Er war zunächst Rektor in der Schule von Hornburg, bevor er hier Pastor wurde. Stein starb am 19. November 1615 während einer Predigt in Klein Vahlberg.

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