Heimat- und Verkehrsverein Asse (HVA)
Heimat- und Verkehrsverein Asse(HVA)

Die Asse

Die geologischen Gegebenheiten

Die Asse ist ein etwa 8 km langer Höhenzug aus drei Bergrücken, Streichrichtung Nordost nach Südwest:

  1. Festberg – Hahnen-Berg bis zum Falkenheim
  2. Watzeberg, Rotenberg, Röhrberg, Hinterer Eichberg, Mittlerer Eichberg und Vorderer Eichberg
  3. Remlinger Herse, Glockenberg, Laurenberg, Asseburg-Berg

Die höchsten Erhebung sind der Festberg mit 227 m ü. NN und die Remlinger Herse mit 237 m ü. NN. Die gesamte Waldfläche hat eine Größe von rund 680 ha. Der gesamte Bereich der Asse wird mit etwa 9 qkm angegeben.

Das im Kern des Assesattels vorhandene Salzgestein wurde vor etwa 250 bis 200 Mio. Jahren (Zechsteinzeit) aus dem Meer ausgeschieden. Vor rund 110 Mio. Jahren (Oberkreidezeit) wurden die ursprünglich flach gelagerten Schichten im Zuge von Erdbewegungen zum heutigen Sattel der Asse aufgefaltet. Das Deckgebirge besteht aus Buntsandstein, Muschelkalk und Keuper. Durch den Druck des Deckgebirges kam es im Bereich der Asse zu einem Salz- aufstieg und damit zu einer Auffaltung bei der die Süd- flanke der Asse teilweise bis zur Überkippung aufgerichtet wurde. Während die beiden äußeren Bergrücken Festberg und Watzeberg überwiegend aus Muschelkalk bestehen, sind die Berge des mittleren Sattels aus Buntsandstein.

 

 

Botanische Besonderheiten

Durch die sehr unterschiedlichen Bodenverhältnisse, sowie die zuvor beschriebenen geologischen Abläufe, als auch eine unter dem Mittelwert Norddeutschlands liegende Niederschlagsmenge, haben sich in dem an der Grenze des kontinentalen/atlantischen Klimabereiches liegenden Höhenzuges einmalige Pflanzenvorkommen entwickelt. Neben den allgemeinen Frühblühern sind noch Märzenbecher, Leberblümchen und Schlüsselblumen zu finden. Anfang April, wenn der Lerchensporn blüht, verwandeln sich die Südhänge des Burgberges in weiß-violett leuchtende Flächen von besonderem Reiz. Orchideen, Türkenbundlilien und andere, noch viel seltenere Arten können Kenner finden.


In den Muschelkalkbereichen sind durch kleine Kalksteinbrüche und durch die historische Schafbeweidung kleine Sonderbiotope wie die Trockenrasenflächen entstanden, mit besonderem botanischen Wert. Salzquellen mit ihrer ganz speziellen Flora und Fauna sind ebenfalls zu finden.

All diese Flächen und viele der Pflanzen stehen unter strengem Naturschutz.

Die forstwirtschaftliche Bedeutung

Die Besitzverhältnisse in der Asse sind sehr unterschiedlich. Groß Denkte hat einen ideell geteilten Forstgenossenschaftswald, einen Gemeindewald, Kirchenwald und rein private Waldbesitzer. Mönchevahlberg hat ebenfalls Forstgenossenschaftswald und rein private Waldbesitzer. Groß Vahlberg hat eine Forstgenossenschaft, Klein Vahlberg eine Forstgenossenschaft und rein privaten Waldbesitz. Remlingen hat nur noch eine Kirchenforst. Wittmar hat sowohl eine Forstgenossenschaft wie auch reinen Privatwald. Diese Wälder hatten die Aufgabe, Menschen und Institutionen mit dem kostbaren Rohstoff Holz zu versorgen. Vor allem war die Brennholzversorgung von wichtiger Bedeutung.

In Wittmar besteht auch eine Revierförsterei der Niedersächsischen Forstverwaltung. Diese hat Wald- besitz durch die Übertragung der ehemaligen herzoglichen Besitzungen. Durch Zukauf der Münchhausenschen Gutsforst aus Groß Vahlberg und den beiden Remlinger Forstgenossenschaften “Asseburg” und “Schulenburg” ist sie der größte Waldbesitzer in der Asse. Der Förster aus Wittmar betreut darüber hinaus auch den Wald der Forstgenossenschaften, Gemeinden und Kirchen. Dieses stellt eine in allen Fragen über den Wald fachlich fundierte Betreuung sicher.

Die Asse gehört dem Wuchsgebiet nach der nordwestlichen Berglandschwelle an. Sie gehört daher mit zu den bedeutenden Buchenverbreitungsgebieten des Weserberglandes, des Sollings und des Elms. Natürlich wachsen auch die Baumarten wie Esche, Bergahorn, Ulme und Kirsche. Die Eichenbestände sind von Menschenhand geschaffen. Sie zeugen von der historischen Waldnutzungsform des Hutewaldes mit der damit verbundenen Mittelwaldbewirtschaftung. Die Ortsbezeichnungen Fohlenstall oder Kuhlager deuten darauf hin.

Der Holzeinschlag liefert jährlich ca. 4000 Festmeter Holz (1 Festmeter entspricht ca. 1 Kubikmeter). Der Zuwachs je Jahr liegt bei über 4800 Festmetern. Somit ist die Holzentnahme “nachhaltig”. Der schöne natürliche Laubmischwald ist also nicht gefährdet. Ganz im Gegenteil! Der größte Teil der Holznutzung wird bei den sogenannten Durchforstungen (Pflegeeingriffe) erbracht.

Werner Wepner, Wolfenbüttel

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