Heimat- und Verkehrsverein Asse (HVA)
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Groß Vahlberg

Die auf 1093 gefälschte Bestätigung des Erzbischofs Ruthard aus Mainz über die Ausstattung des Klosters Bursfelde mit hiesigem Besitz hatte wohl einen wahren Kern. Das Kloster verkaufte nämlich dem Blasiusstift in Braunschweig 1281 zwei Hufen in Groß Vahlberg. Dazu bekam das Kloster von Herzog Albrecht 1299 die Vogteirechte über weitere Hufen geschenkt. In der gefälschten Urkunde liest man die Ortsbezeichnung “In Valeberge”. In den Jahren 1237-1248 taucht immer wieder die Schreibweise de medio Valeberke auf, 1281 schrieb man in medio Valeberghe, 1299 Middel stenvaleberghe, 1315 in middelsten Valberghe und 1348 groten Valeberghe. 

 

Die evangelisch-lutherische Kirche ist ein mittelalterlicher Bau mit romanischem
Bergfried-Turm, in dem sich zwei Grabgewölbe der Familien von Weferlingen und von Münchhausen befinden. Die Pfarrkirche wurde bereits 1237 und 1248 erwähnt. Das einheitliche Kirchenschiff mit Dreiviertelschluß wurde 1737 auf romanischem Funda- ment errichtet und 1950 renoviert. Im Innern finden wir schöne Grabsteine Karls von Weferlingen (1594), Ulrichs von Weferlingen (1611) und seiner Gattin Katharina von Blankenburg. Über dem spitzbogigen Eingang befindet sich ein Relief eines bärtigen Mannes, der, so scheint es, mit beiden Händen einen Stein über seinem Kopfe hält. Die Herkunft des Reliefs und seine Bedeutung sind unklar. Es ist vermutlich heidnischen Ursprungs. An der Ostseite der Vorhalle ist das Wappen von Hubert von Münchhausen zu erkennen. Die katholische Kirche des Ortes wurde im Jahre 1954 erbaut. Das Ver- walterhaus des Rittergutes stammt aus Salzdahlum, wo es bis zum Abbruch des fürst- lichen Schlosses 1813 als Pagenhaus diente. Der herrliche Gutspark mit den exotischen Bäumen ist heute Landschaftsschutzgebiet.

 

Ein Flurstück bei Groß Vahlberg heißt “Potwiese”. Früher sagte man zu jungen Pflanzen pott. Potten heißt pflanzen. Dagegen könnte sich Potwiese auch auf pott =Topf beziehen, möglicherweise auf das Vorkommen von Urnen. Man fand am Galgenberg neben Scherben aus dem 7. Jahrhundert eine Schnalle und einen Riemenbeschlag aus der soge- nannten Merowingerzeit. Bedingt durch die strategische Lage am Rande der Asse und wegen des guten Bodens war das Land hier schon früh besiedelt.

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