Heimat- und Verkehrsverein Asse (HVA)
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Groß Denkte

Das Gebiet zwischen Asse und Ösel zählt mit zu den ältesten Siedlungsgebieten im ehemaligen Braunschweiger Land. Die “Mark Dengdia” wurde bereits im 9. Jahrhundert erwähnt. Dieses Gebiet wurde 856 durch den Grafen Ludolf dem Stift Gandersheim übereignet. Sieben Dörfer gehörten dazu, unter anderem das damals größte Dorf Groß Denkte. Im Jahre 1218 griff Herzog Gunzelin von Wolfenbüttel in diese Großgrundherrschaft des Stiftes ein. Er bemächtigte sich weiterer Ländereien. Später entstand hier östlich Wolfenbüttels das herzogliche Gericht Asseburg mit 19 Dörfern. Auch unter diesem Gericht war die Vogtei Groß Denkte wieder eine Verwaltungseinheit von sieben Dörfern.

 

Groß Denkte ist ein Pfarrdorf und liegt dicht unter der Asse. Die große Leipziger Heer- und Handelsstraße führte durch dieses Gebiet. lm Jahre 1318 hieß der Ort Dencte, 1346 groten Dengte. Im 18. Jahrhundert zählte man schon 437 Einwohner; der Ort besaß neben der Kirche die Pfarre, ein Pfarrwitwenhaus, eine Opferei, einen Schriftsassenhof, 5 Ackerhöfe, 1 Halbspännerhof, 41 Kothöfe und 1 Brinksitzerstelle. Die Kirche und Pfarre waren Ganders- heimer Lehen, wurden aber später vom Landesherrn besetzt. Im 17. Jahrhundert wurde im Dorf noch das Meierding abgehalten, das vor Zeiten nach Gandersheim gehörte. Ein Meierding ist eine Gerichtsangelegenheit, die ein Meier oder Maier – das war ein Vogt, der in einer Grundherrschaft einem bedeutenden Hof vorstand – leitete. Durch den Rezeß von 1709 wurden Gerichtssachen an den Landesherrn abgetreten. Groß Denkte war zu allen Zeiten Hauptsitz der dem Stift Gandersheim zugehörigen Mark Denkte.

 

Der von Hoyersche Schriftsassenhof – das war ein großer, abgabenfreier Hof – scheint das Vorwerk gewesen zu sein, das in einem Meierbrief von 1355 erwähnt wird. Es bestand aus zwei freien Höfen, dem Malzahn-Stockhausenschen und dem Herzoglichen. Am Rande des Dorfes lag der Büchenkrug, in dem sich auch eine Privatmühle befand.

 

Die Groß Denkter Trachten waren besonders schön. Die Töchter der reichen Bauern trugen das Haar gescheitelt und zu beiden Seiten glatt hinter die Ohren gekämmt. Das Mieder wurde durch ein besticktes Schultertuch gänzlich überdeckt.

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