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HEIMAT- UND VERKEHRSVEREIN ASSE |
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und verlangte sogar deren Niederreißung. Über diesen Spruch setzte sich jedoch Gunzelin, eine
machtvolle Persönlichkeit, hinweg und errichtete die Stammburg des Geschlechts Asseburg.
Gunzelins ältester Sohn Busso verteidigt die Burg zäh. Die Belagerung durch die herzoglichen Truppen dauert lange an und kostet viel Geld. Da aber auch keine Unterstützung für die Asseburger zu erkennen ist, wird in Verhandlungen zwischen Busso und dem Herzog Albrecht die Burg im Winter 1258 für 400 Goldmark und freien Abzug übergeben. Bis zum Jahre 1331 bleibt die Asseburg im herzoglichen Besitz und bildet einen Ver- waltungsmittelpunkt und Landsitz. Finanzielle Schwierigkeiten des Herzogtums führen dazu, dass die Burg ab 1331 bis 1392 in den Pfandbesitz der Stadt Braunschweig übergeht. In den Zeiten von 1371 bis 1374 und 1381 bis 1392 erfolgt eine Unterpfändung. Unter anderem gelangt die Burg von 1382 bis 1384 auf diesem Wege wieder unter die Verwal- tung der Asseburger. Von 1392 bis 1406 übernimmt das Herzogtum wieder die Asseburg von der Stadt Braunschweig. Nach einem Streit gerät der Herzog in Gefangenschaft und kommt nur gegen ein Lösegeld frei. Die Stadt Braunschweig zahlt das Lösegeld und erhält dadurch 1406 wieder den Pfandbesitz über die Burg. Im Jahre 1492 fordern die Welfen nach einer Erbteilung alle Hoheitsrechte und Besit- zungen zurück. Doch der Rat der Stadt Braunschweig weigert sich. Mit einem großen Heer rückt der Herzog August 1492 zum Sturm auf die sich widersetzende Stadt. Alle verfügbaren Männer werden zur Verteidigung der Stadt benötigt. Auch die Besatzung der Asseburg wird nach Braunschweig gebracht. Nur einige Männer bleiben zurück und zünden am 12. August 1492 die Asseburg an. Drei Tage brennt die Burg. Dann versinkt die stolze Festung, die nie erobert wurde, in Schutt und Asche. Der Streit zwischen dem Herzogtum und der Stadt Braunschweig endet mit einem Ver- gleich. Darin verpflichtet sich die Stadt Braunschweig unter anderem, die Asseburg innerhalb von sechs Jahren aufzubauen. Seit mehr als 500 Jahren ist die Asseburg eine Ruine. Regen, Schnee und Eis zerstören das Mauerwerk. Aber auch die Bewohner der Assedörfer haben viele Steine von der ehe- mals großen Wehranlage zum Bau oder zur Ausbesserung des Hauses geholt. Die Ruine hat in der Stille des Assewaldes manche stürmische Zeit überstanden. Ein Ereignis rückte sie jedoch für kurze Zeit in den Blickpunkt: Eine Hochzeitsgesellschaft unternahm am 14. Juni 1733 einen Nachmittagsausflug in den Assewald, und an der Burgruine wurde Picknick abgehalten. Es war die Vermählung der Prinzessin Elisabeth Christine vom Schloß Salzdahlum mit dem Kronprinzen Friedrich von Preußen (später der Alte Fritz genannt). Die 1892 gegründete “Assegesellschaft” (heute Heimat- und Verkehrsverein Asse) ist bemüht, die Bedeutung dieser umfangreichen Befestigungsanlage zu erforschen. Von ihr werden auch die Sicherungs- und Renovierungsarbeiten an der Ruine durchgeführt. Rainer Krämer, Wittmar ***** Die Asseburg – eine Sage Auf der Asse stand in uralten Zeiten eine feste Burg, von welcher heute nur noch die
Trümmer zu sehen sind. Als die Burg einst von dem braunschweigischen Herzoge belagert und eingeschlossen war, hatten die Belagerten anfangs keine Not; denn durch
den unterirdischen Gang, der von Wolfenbüttel nach der Asseburg führte, wurden ihnen immer neue Lebensmittel zugebracht. Als dann aber die Feste an der Oker auch
eingenommen und gebrochen war, gerieten die Burgleute doch in Not; denn ihre Vorräte waren allmählich aufgezehrt. Herrmann Voges
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